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Megan Tandy

Autor: Lena Putz veröffentlicht am: 02.02.2016

Megan Tandy kämpft um Olympia 2018

Der Traum Olympia der könnte ganz schnell einfach so zerplatzen. Megan Tandy, ehemals Heinicke spricht offen über ihr Sportlerleben und allem was dazugehört.

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„Ich träume davon Canada bei den Olympischen Spielen 2018 zu repräsentieren“, erzählt uns Megan.

Doch im gleichem Atemzug erklärt sie uns, dass ihre Gedanken sich umd das Ende ihrer Karriere drehen. „Das könnte wegen Finanzierungsproblemen meine letzte Saison sein.“ Aber die gebürtige Kanadierin, die schon eine Weile in Deutschland lebt, gibt nicht auf. „Man weiß nie. Ich will diese Saison mit aller Kraft kämpfen und mir diese große Entscheidung für April aufsparen.“

Aber im Hier und Jetzt ist sie im kanadischem Weltcupteam und das verdankt sie unter anderen ihrem Coach Knut Tore Berland, den sie ganz hochachtungsvoll „Mastermind behind my training plan“ nennt. Aber nicht nur der führende Kopf hinter ihrem Training, wie es auf deutsch ganz unspektakulär heißt, ist der Grund warum sie für Kanada im Weltcup startet.

„Ich bin ein Kämpfer“, sagt Megan und egal wie schwierig es manchmal für sie ist, gibt es etwas das alles überstrahlt. „Das Eine, dass wichtiger ist als Biathlon ist meine Sohn, Predo.“

Sohn, Studium und Sport das ist sicherlich nicht einfach zu vereinen, aber es lohnt sich, meint die Wahl-Klingenthalerin. Nun ist Megan zurück in ihrer Heimat Kanada, in Canmore, wo am Wochenende ein Weltcupblock stattfindet.  Obwohl sie nicht direkt von Heimrennen sprechen kann, freut sie sich riesig über die Wettkämpfe dort. „Leider ist es nicht mein Trainingsstützpunkt, also kann ich nicht sagen, dass ich jeden Zentimeter wie die meisten meiner Teamkollegen kenne, aber ich mag den flüssigen Kurs und ich mag, dass es ein paar gute Steigungen gibt!“

Es kann also losgehen für Megan in Canmore. Oft laufen ihre Tage ein wenig „verrückt“ ab, um alles unter einen Hut zu bringen. Aber man merkt deutlich sie hängt an ihrem Sport, Biathlon. Da ist es auch mal entspannend, wenn ihr Freund für sie kocht und sie dazu ein Dessert backt. Aber auch hier im Bereich Ernährung weiß sie was nötig ist, um im Sport erfolgreich zu sein. Sie ernährt sich gesund und ausgewogen auch mit Proteinen, um nach harten Trainings die Speicher wieder zu füllen.

Wie sie ihre Liebe zum Sport lebt, da klingt es fast unfassbar, dass sie eventuell wegen Finanzierungsengpässen ihre Karriere beenden muss. Aber vielleicht klappt es und sie kann den Weg bis Olympia 2018 gehen. Natürlich könnte der Weltcup in Canmore dabei helfen. Vielleicht kann man durch diesen Weltcup die Kanadier und auch Sponsoren vor Ort für Biathlon begeistern. „Biathlon ist nicht der beliebteste Sport in Kanada, aber die Möglichkeit den Sport zu präsentieren und promoten ist wunderbar“, so Megan.

Wir alle fiebern immer mächtig mit bei den spannenden Rennen und oft ist uns nicht bewusst, dass diesen Sport nicht nur die Helden und Heldinnen, die fast immer vorne landen ausmachen. Es ist der Reiz, der die Spannung hochhält. Im Prinzip hat das ganze Biathlonfeld Chancen zu überraschen und das immer wieder auf´s Neue.

Es wird in diesem Sport viel Geld bewegt. Der Sport braucht solche Charaktere wie eine Megan Tandy, die Leistungssport, Ausbildung und Familie vorbildlich stemmen. Den ein oder anderen Gedanken sollte die Sponsorenwelt deshalb daran verschwenden, wie man solche Nationen und Einzelsportler im Sinne des Biathlonsports unterstützen kann.

Wir bleiben für euch dran und verfolgen die Wahldeutsche auf ihrem Weg vielleicht bis zur Olympiade 2018.

Magan Tandy

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