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Simon Eder

Autor: Leni Putz veröffentlicht am: 11.02.2016

Simon Eder, der Hahn im Korb

Das Familienunternehmen Eder nimmt Kurs auf WM-Medaillen.

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Der „kleine Eder“, nämlich Simon, zeigt sich momentan im Weltcup in Top Form. Maßgeblich daran beteiligt ist der "große Eder", Vater Alfred Eder, der selbst ein erfolgreicher Biathlet war und auch schon als Trainer von Darya Domracheva Erfolge feiern konnte. Die dritte im Bunde des Ederclans ist Simons Cousine Sandra Flunger. Sie ist ehemalige Athletin und momentan Trainerin des österreichischen Frauen-Biathlonteams.

„Wenn ich nicht mit den Damen auf Trainingskurs bin, mache ich mein Training meistens mit meinem Dad in Hochfilzen oder ab und an in Ruhpolding“, erzählt uns Simon Eder.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Simon ist der Hahn im Korb des österreichischen Damenteams. Und er scheint sich in seiner Rolle pudelwohl zu fühlen. Keiner haut die Dinger am Schießstand so schnell raus wie Simon Eder. Natürlich hat uns interessiert, was das Geheimnis des Schnellschützen Eder ist.

Unspektakulär antwortet er uns: „Ich denke nicht, dass es ein Geheimnis gibt, die Abläufe am Schießstand habe ich sicherlich durch sehr viel Trockentraining um einiges verkürzen können. Hinzu kommt, dass ich mittlerweile mit Drucksituationen besser umgehen kann als noch vor einiger Zeit“, so der Österreicher. Neben seinem Können als Schnellschütze kann er momentan die Scheiben mit einer beeindruckenden Sicherheit weghauen und wie wir jetzt wissen, hat er dafür sehr hart gearbeitet. Ohne Fleiß keine Preis!

„Mit dem Sieg in Ruhpolding habe ich eines meiner größten Saisonziele erreicht!“

Nun warten noch die Weltmeisterschaften in Oslo und dort konnte er 2014 schon mal ein Verfolgungsrennen im Weltcup gewinnen. Titelkämpfe in Norwegen, dort will und wird er Vollgas geben. 2017 heißt es dann für Simon und das gesamte Österreichische Nationalteam – Heimweltmeisterschaften in Hochfilzen.

„Ich habe sicher Chancen auf eine Topplatzierung und das Ziel ist bei beiden Events eine Medaille!“

Biathlon im Hause Eder, das passt. Da ist es nicht weit hergeholt, wenn Simon nach der Karriere an eine Trainerlaufbahn denkt. Auf die Frage nach seinen Planungen und ob seine Überlegungen auch schon über seine aktive Biathlonkarriere hinausgehen, meint er kurz und knapp. „Ehrlich gesagt noch nicht wirklich, ich würde aber sehr gerne einmal als Trainer arbeiten!“ Nun heißt es erstmal noch Vollgas geben, für Top Platzierungen im Weltcup in den USA. Mal schauen was die nächsten Wochen für den Schnellschützen Simon Eder so bringen.

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