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Benjamin Weger

Autor: Marie Putz veröffentlicht am: 01.03.2016

Benjamin Weger hat seinen Weg gefunden.

„Die letzten Jahre war ich während der Weltcupphase erfolgreicher, warum soll es diesmal nicht umgekehrt sein“

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Training beendet, schnell vom Spinningrad runter und schon haben wir ihn am Hörer. Benjamin Weger, den momentan erfolgreichsten Schweizer Biathleten. Die WM Oslo 2016, das Highlight steht kurz bevor. Anders als die Jahre zuvor, präsentiert er sich kurz vor den Titelkämpfen in Top Form.

„Die letzten Jahre war ich während der Weltcupphase erfolgreicher, warum soll es diesmal nicht umgekehrt sein“, meint der sympathische Schweizer.

Und so wie fast überall im Sport, werden vordere Platzierungen gefordert, damit der Stellenwert von Biathlon in der Schweiz weiter wächst. „Resultate helfen, dass der Sport Biathlon in der Schweiz noch bekannter wird. Wir sind auf einem guten Weg, die Skifahrer können wir aber wohl nicht einholen“, meint Benjamin. Vielmehr freut er sich sehr darüber, dass die Sportart mehr und mehr auch heimische Fans bekommt.

Die Vorbereitung auf den Höhepunkt gestaltete er auf der Lenzerheide im Grünen. Zumindest fast, die Temperaturen sind auch dort teilweise frühlingshaft und neben der Loipe fehlt der Schnee, aber die Bedingungen im Stadion, erzählt er uns, die sind toll.

Nach dem Schritt der Olympiaquali für Vancover 2010, erübrigt sich die Frage ob es einen anderen Weg gibt, als den eines Profisportlers. So hat er auch nur einen Teil seines Bankpraktikums absolviert und auch während der kurzen Zeit hat er gemerkt, „Das bin ich nicht.“ Er sieht sich selbst nicht als Büroangestellter und ist mit seinem Job als Biathlet mehr als glücklich. „Alle aus meinem Umfeld haben diesen Schritt verstanden“, meint Benjamin.

Benjamin Weger

Er hat seinen eignen Weg gefunden und den geht er ziemlich erfolgreich. Es hilft ihm dabei neben dem Leistungssport einen Ausgleich zu haben. Benjamin hat für sich das Fliegenfischen entdeckt. „Da kann ich gut abschalten“, so der Schweizer. Gemeinsam mit seinen Kumpels hat er in den Bergen einen kleinen See gepachtet, dort zieht er sich gerne zurück und tankt Kraft für seine Aufgaben.

Was das Ziel WM in Oslo angeht, da gibt er sich zuversichtlich. Wir dürfen davon ausgehen, dass er Gas geben wird und wer weiß, vielleicht erkämpft er sich sogar eine Medaille. Beim letzten Weltcup in Presque Isle hat er seine ansteigende Formkurve unter Beweis gestellt. Es ist also angerichtet bei dem Schweizer Benni Weger. Auf nach Oslo.

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