| Buchvorstellung: "Der 6. Fehler" | ||||
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Die ganze Geschichte fängt mit einem als Kühlschrank gestalteten
Buch-Cover an. Wenn man ihn aufmacht, erwartet einen gähnende Leere. Zumindest
fast. Eine Flasche Milch ist noch in der Tür übrig geblieben und ein schwarzer
Müllsack. Was der Müllsack im Kühlschrank macht? Das werden die Biathlon-Fans wohl selbst rausfinden müssen! Anfang November erschien der erste Biathlon-Krimi im eigens für das Buch gegründeten „Buchstabler"-Verlag. Chef dieses neuen Verlages ist Bernd Günther, dem außerdem die Suhler Firma Promoart gehört. Dies wiederum ist jene Agentur, die den Oberhofer Spitzen-Biathlet Alexander Wolf betreut, der sich zugleich als sich bestens auskennender Biathlon-Berater für das Buch engagierte. Wem das bereits zu viele Verflechtungen sind, der wird im Krimi „Der 6. Fehler" von Ina May große Probleme bekommen. In dem 285 Seiten dicken Buch macht sich Privatermittler Casper Brandt im Thüringer Wald auf die Suche nach den verschiedenen Puzzleteilen, die ihm bei seinem neuesten Fall helfen sollen. So gibt es da einen drei Jahre alten Zeitungsausschnitt über den Selbstmord eines Biathleten, einen grausigen Leichenfund an der Oberhofer Biathlon-Strecke während des aktuellen Weltcups und eben besagten Müllsack.
Ina Mays Buch bietet alle Elemente eines guten Krimis und
könnte sich im Grundgerüst in jedem anderen Milieu wiederfinden. Doch die
Autorin hat ihren Ermittler und den Fall bewusst im Biathlon-Bereich angesetzt.
Stets unter Mithilfe von Biathlet Alexander Wolf entfaltete sich eine recht
identische Atmosphäre des Spektakels „Biathlon in Oberhof". Das ist auch der
Grund, weswegen das Buch einen Biathlon-Fan vielleicht sogar viel mehr fesseln
wird, als einen Krimi-Fan. Als Biathlon-Enthusiast kann man die Atmosphäre nur allzu
gut nachvollziehen: Die Stimmung beim Weltcup in Oberhof, die verschiedenen
Charaktere innerhalb des Sports, die diversen Rennelemente. All dies umrahmt
passend die eigentliche Geschichte, deren einzelne Fäden May gekonnt
miteinander verknüpft. Gen Ende werden die Stränge womöglich etwas zu zahlreich
und zu verworren, doch gänzlich verlieren wird man den sprichwörtlichen Faden
deswegen noch lange nicht. Keineswegs. Die Spannung ist groß genug, dass man das Buch erst zur Seite legt, wenn man den Kühlschrank wieder zumachen kann und allwissend bekennt, dass Ali Wolf doch Recht hatte: „Es war nicht der Gärtner!" Bestellbar unter buchstabler.de |
| Aktualisiert ( Samstag, den 07. November 2009 um 18:37 Uhr ) |










