| Biathlon-WC Vancouver: Deutschland siegt souverän in der Staffel |
|
|
| Geschrieben von Viktoria Franke - Samstag, 14.03.2009 | |
12:15 Uhr lokaler Zeit in Whistler ertönte der Startschuss
zum Staffelwettbewerb der Damen. Vier Mal sechs Kilometer und sechs Nachlader später
stand die deutsche Mannschaft als Sieger der letzten Saison-Staffel fest. Überraschenderweise
konnten sich die Chinesinnen auf dem zweiten Platz einreihen. Zwar mit einem
Rückstand von 1:15,2 Minuten auf Deutschland, doch die anderen favorisierten
Mannschaften konnten die Chinesinnen erfolgreich auf Abstand halten: Russland,
die Ukraine und Schweden belegten die folgenden Plätze.Rennverlauf - Deutschland durchweg souverän Beim ersten Liegendschießen blieben nur die wenigsten Läuferinnen fehlerfrei und so konnte sich die Chinesin Chunli Wang vorerst an die erste Position schieben. Doch nach einem souveränen Stehendschießen von Startläuferin Kati Wilhelm hatte diese die Führung wieder übernommen - und das mit einem vergleichsweise großen Vorsprung von 27,2 Sekunden. „Es war mal eine ganz interessante Erfahrung, als Startläuferin zu laufen und hat auch wirklich Spaß gemacht - vor allem wenn es so gut funktioniert", kommentierte Wilhelm ihren Einsatz als erste Läuferin.
Zwar war der Rückstand der Chinesinnen beim Wechsel auf 16,6
Sekunden geschmolzen, doch Deutschlands zweite Starterin Magdalena Neuner
zeigte sich im Liegend- als auch im Stehendanschlag ohne Fehl und Tadel und
vergrößerte damit den Vorsprung auf die Verfolger auf komfortable 58,2 Sekunden
nach ihrem zweiten Schießen. „Ich habe versucht von Anfang an Gas zu geben und dann
auch beim Stehendschießen den Stand so anzusteuern, dass ich in Ruhe schießen
kann, ohne dass mir die Beine zittern", erklärte Neuner ihre Renneinteilung. Dank
einer gewohnt starken Schlussrunde schickte sie schließlich ihre Teamkollegin
Martina Beck 1:12,2 Minuten vor dem Rest des Feldes auf die Strecke. Dahinter rangierten
die Chinesinnen und die Schwedinnen, wobei letztere von Glück reden können, den
Wechsel unbeschadet überstanden zu haben. Wenige Meter bevor sie auf Anna Carin
Olofsson-Zidek übergeben konnte, wurde Jonsson von einer umherfliegenden
Werbebande getroffen, die kurz darauf sogar noch die neben der Strecke wartende
Kanadierin Sandra Keith traf.
Martina Beck hatte bei dem starken Wind etwas mehr Probleme
am Schießstand als die ersten beiden, verhinderte beim Liegendschießen dennoch
mit zwei Nachladern den Weg in die Strafrunde. Spannend wurde es noch einmal
beim Stehendanschlag, doch zum Glück fiel auch hier mit dem letzten Nachlader
die Scheibe. Die Chinesin Dong hingegen zeigte eine fehlerfreie Schnellfeuereinlage
und verkürzte den Vorsprung wieder auf 39,7 Sekunden. Die Schwedinnen und
Russinnen dahinter hatten wie Beck ebenfalls Probleme am Schießstand und
blieben so weiter auf Abstand. „Keine Ahnung was beim Stehendschießen los war.
Der erste Fehler war okay, beim zweiten dachte ich, dass die Scheibe fällt. Aber
da bin ich scheinbar etwas hektisch geworden. Zum Glück habe ich am Ende doch mit
den Nachladern alle getroffen", so Martina Beck im Ziel.Nach der Vorarbeit ihrer Mannschaftskollegen war es nun an Schlussläuferin Andrea Henkel, den Staffelsieg nach Hause zu retten - und die Thüringerin enttäuschte die Erwartungen nicht - im Gegenteil: 10 Schuss, 10 Treffer und die Konkurrenz hatte keine Chance. Ergebnisse Gesamtweltcup-Stände Galerie |
|
| Letzte Aktualisierung ( Montag, 27.07.2009 ) |
| < zurück | weiter > |
|---|





