| OWS Vancouver 2010: Zeitprobleme bei Verfolgungsrennen | ||||
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Olympia hat seine eigenen Regeln, wird immer wieder gesagt.
Damit meinten die Athleten allerdings sicher nicht die Umstände, die derzeit
bei den Männerwettkämpfen für rauchende Köpfe sorgen. Im Sprint noch hatte das
Wetter den Männern einen Streich gespielt und für unfaire Bedingungen gesorgt,
heute waren es vielmehr die Kampfrichter am Start, die den Unmut auf sich
zogen. Bereits am Morgen wurde Anna Carin Olofsson-Zidek in ihrer Start-Box zu Unrecht aufgehalten, auch Simone Hauswald und Valj Semerenko bekamen später sieben Sekunden Zeitgutschrift aufgrund von Problemen beim Start. „Das kann doch bei Olympia nicht passieren", so Schwedens Trainer Wolfgang Pichler. „Anna Carin war am Ende Vierte, wer weiß also, ob sie nicht schon am Start die Medaille verspielt hat!" Denn auch wenn am Ende die Zeiten angepasst wurden, so spielt doch die Psyche eine große Rolle bei solchen Missgeschicken. Das so etwas einmal passieren kann, war für die Schweden noch verständlich und so zogen die Trainer ihren eingereichten Protest auch schnell zurück, doch als sich das gleiche Bild bei den Männern noch einmal bot, glich der Schießstand einer Podiumsdiskussion. „Brecht das Rennen ab!", schrie Schwedens Trainer Staffan Eklund den Kampfrichtern am Start zu, nachdem Jean Philipp Le Guellec und Jeremy Teela beide zu früh auf die Strecke gelassen wurden. Teela als Neunter sogar noch vor Björn Ferry (Startnummer 8). Dieser wurde am Start zu Recht wütend, konnte diese Wut jedoch am Ende mit der verdienten Goldmedaille gut umsetzen. Le Guellec und Teela enttäuscht nach Rennen Anders Kanadas Hoffnung Le Guellec und Teela. Ersterer kam zwar als Fünfter ins Ziel, wurde aber aufgrund der Zeitanpassung am Ende nur Elfter. „Ich war wirklich traurig, dass ich am Ende durchgereicht wurde und das ist wirklich unfair, aber leider konnte ich es nicht mehr ändern!" Die Zeitanpassung war zwar Rechtens, dennoch hätte man hier sehr viel eher reagieren müssen. Das letzte Mal, das etwas ähnliches passierte, war zum Weltcupfinale 2009 in Khanty-Mansiysk. Damals wurde das Rennen nach wenigen Metern abgebrochen und der Start wiederholt. Somit steht nun ein großes Fragezeichen im Raum, warum das dieses Mal nicht ähnlich gehandhabt wurde. Die Ukrainer und Russen hatten gleich nach dem Start um einen Abbruch gebeten, wurden jedoch nicht erhört. Ein späterer Protest wiederum hätte laut IBU-Vizepräsidenten Alexander Tichonov keinen Sinn mehr gemacht. "Solch ein Vorfall verunsichert!" Was tatsächlich in einem Athleten vorgeht, machte der US-Amerikaner Jeremy Teela den heimischen TV-Sendern ziemlich klar: „Man ist auf der Strecke und hat keine Ahnung, was eigentlich vor sich geht. Und natürlich habe ich irgendwann den Stern hinter meinem Namen gesehen, der besagt, dass eine Disqualifikation geprüft werden muss. Wenn man so etwas sieht, verunsichert das natürlich ungemein. Ich bin mir sicher, dass ein paar Fehler unter anderen Umständen nicht passiert wären. Dass so etwas bei Olympia passiert, ist unfassbar und einfach nur unfair gegenüber allen betroffenen Athleten." Nun hoffen die Männer zumindest auf ein faires Einzel. Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver
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| Aktualisiert ( Mittwoch, den 14. April 2010 um 14:17 Uhr ) |










