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| Martin Fourcade: "Für mich zählt nur der Gesamtweltcup" |
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| Geschrieben von: Viktoria Franke | |||
| Montag, den 30. August 2010 um 11:48 Uhr | |||
In Frankreich startete am Wochenende die "Biathlon Summer Tour" in Bessans, beim Sieg seines Bruders Simon musste Martin Fourcade aufgrund einer Nebenhöhlenentzündung passen. Nun hofft der Massenstart-Zweite von Vancouver 2010 auf ein Comeback Mitte September bei den französischen Meisterschaften. Was für ihn weiterhin diese Saison zählt, erklärte uns der Gesamtweltcupfünfte im Interview.Martin, Deine bislang erfolgreichste Saison liegt hinter Dir. Wie blickst Du mittlerweile darauf zurück? Mit einem Lächeln! Es war wirklich ein wunderbarer Winter und ich konnte mir einige Träume und sportliche Ziele erfüllen. Für andere wiederum habe ich genug Motivation und Selbstbewusstsein gesammelt, um zu wissen, dass ich mir auch diese erfüllen kann. Wie sehen diese Ziele in der kommenden Saison aus? Für mich zählt diesen Winter der Gesamtweltcup. 2012 zählt dann sicher wieder die WM, dieses Jahr allerdings ist die Weltmeisterschaft selbst nur das Sahnehäubchen, darauf trainiere ich nicht hin. Ich will möglichst weit vorn im Weltcup landen, das ist das Ziel. Das heißt auch, ich muss über die ganze Saison hinweg fit sein. Ob ich das schaffe und ob es so aufgeht, wie ich mir das vorstelle, weiß ich nicht. Aber zumindest die Zielsetzung ist so.
Das kommt drauf an, wie der Rest der Saison läuft. Wenn es in Khanty gut geht, aber der Rest des Winters schlecht wäre, wäre ich enttäuscht, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich möchte wirklich lieber den ganzen Winter über präsent sein und nicht nur in Russland. Du hast beim Blinkfestivalen und auch beim City-Biathlon in Püttlingen teilgenommen. Was war der Grund für die Teilnahme bei solchen Sommerevents? Mir gefallen solche Wettkämpfe, das ist im Sommer eine gute Werbung für Biathlon. Außerdem habe ich den ganzen Sommer über trainiert und keine Chance gehabt, ein Rennen zu bestreiten. So konnte ich zeigen, dass ich noch da bin und mich gleichzeitig mit den Anderen vergleichen. Natürlich ist es auch schön, die Fans oder andere Athleten wieder zu sehen.
Kann man nach solchen Rennen schon einen Ausblick auf den Winter wagen? Das glaube ich nicht, denn jede Mannschaft hat eine andere Vorbereitung. Für mich war es wichtig, Selbstbewusstsein zu tanken und zu wissen, an was ich vielleicht noch mehr arbeiten muss. Ich glaube, das geht allen so, die im Sommer an internationalen Rennen teilnehmen.
Im September haben wir den zweiten Teil der Biathlon Summer Tour am Plans d'Hotonnes, bei dem auch die französischen Meister gekürt werden. Das ist für uns natürlich wichtig, um uns in guter Form zu präsentieren und für den Winter zu empfehlen. Und dann zielt das ganze Training stark auf die neue Saison hin, bevor es nach Skandinavien zum Schneetraining und später zum ersten Weltcup geht.
Wie sieht Dein Training daheim aus? Ich trainiere viel mit Simon, aber auch mit anderen Athleten. Wir haben Glück, dass wir auch andere Sportler um uns herum haben, so kann ich auch mal auf Radtour mit Triathleten oder Radfahrern gehen oder ich laufe zusammen mit Profi-Läufern. Ich habe aber auch nichts dagegen, ganz allein zu trainieren, da genieße ich einfach die Ruhe und Unabhängigkeit.
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