| Simon Schempp: "Die Auszeit war hart für meinen Kopf" | ||||
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Simon Schempp hat einen rasanten Start in die Saison hingelegt: Mit Rang drei im Einzel meldete er sich nach einer Weltcup-Pause zurück, die ihn teilweise vor schwere Herausforderungen gestellt hat. Der Körper machte nicht mehr mit, was es war konnte jedoch keiner der Ärzte dem jungen Biathleten sagen. Dass man sich da so seine Gedanken macht, ist auch klar. Im Gespräch reflektiert Simon Schempp über diese Zwangspause:Simon, startet man nach einer solchen Pause eigentlich zuversichtlich in die Saison? Mit Saisonbeginn ging es schon, aber im Oktober war ich noch überhaupt nicht zuversichtlich. Das stellte sich erst Anfang November ein. Ich habe immer gehofft, dass das gute Körpergefühl wieder zurückkommt. Es hat lange auf sich warten lassen, aber als wir nach Muonio geflogen sind, hat es sich plötzlich eingestellt. Nach Östersund war ich natürlich befreit und sehr zufrieden mit meinen Rennen. Ich hoffe, dass ich dort jetzt weiter ansetzen kann. Wie ging es Dir während dieser Pause? Es war hart für den Kopf. Das Allerschlimmste war, dass ich nicht wusste, was los war. Es wäre einfacher gewesen, wenn mir jemand hätte sagen können, was es ist und wie lange es dauert. Ich hatte zwar schon trainiert, aber nie ein gutes Gefühl dabei. Ich wusste nicht, ob ich mir mit dem Training was Gutes tu oder ob es nur schlimmer wird. Ich habe immer nur hoffen können, dass es wieder gut wird. Wie bist Du durch diese Monate gekommen? Hattest Du professionelle Hilfe? Nein, professionelle Hilfe hab ich mir nicht geholt, aber meine Kumpels außerhalb des Sports haben mir wirklich gut geholfen. Ich bin heim nach Uhingen und war mit meinem Freundeskreis in Furtwangen unterwegs, statt in Ruhpolding zu bleiben. Meine Freunde haben mich auf andere Gedanken gebracht. Da musste ich mal nicht immer nur an Biathlon denken, das hat sicher geholfen. Weißt Du, bei wie viel Form-Prozent Du jetzt bist? Ich glaube, ich habe über die Weihnachtsfeiertage nochmal eine bessere Form gekriegt und damit sicher einen Sprung nach vorn gemacht, aber bei wie viel Prozent Leistungsfähigkeit ich bin, kann ich nicht einschätzen. Da kann ich einfach nur froh sein, das es pünktlich zur Saison wieder gepasst hat. Es war eine sehr lange Durststrecke, da bin ich jetzt einfach nur froh, dass es vorbei ist. Hast Du anders trainiert, mit dieser Pause im Hinterkopf? Ich allein nicht, aber die komplette Mannschaft hat ein wenig anders trainiert auf den Lehrgängen. Wir hatten mal den einen oder anderen Ruhetag mehr, dafür war das Training intensiver, härter und schneller. Das scheint uns geholfen zu haben, einen Schritt nach vorn zu machen, denn wir scheinen uns in der Breite der Leistungsfähigkeit verbessert zu haben.
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| Aktualisiert ( Freitag, den 06. Januar 2012 um 14:37 Uhr ) |









