| Katja Wüstenfeld-Beer bei extremer Fulda Challenge am Start | ||||
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Der Officer der Royal Canadian Mounted Police staunte nicht schlecht: „Warum tut jemand so etwas?“ Gemeint hat er die 14 Athleten der Fulda Challenge, als sie bei mehr als minus 30 Grad zur zwölf Kilometer langen Langlauf-Tour auf dem Schwatka Lake starteten. Die Fulda Challenge gilt als härtester Zehnkampf der Welt. Austragungsort ist das Yukon Territory im Norden Kanadas. Obwohl eineinhalbmal so groß wie Deutschland, leben hier nur 35.000 Menschen, rund 50.000 Elche und 10.000 Grizzlys. Nach Langläuferin Claudia Nystad im Vorjahr hat sich nun auch die ehemalige Biathletin Katja Wüstenfeld-Beer an dieses einmalige Abenteuer herangewagt und schilderte in einem Gespräch ihre ersten Eindrücke dieser Tage. Was hat Dir bisher am besten gefallen? Also das Schneemobil fahren hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Schlitten ziehen war nicht so ganz meine Disziplin, weil 80 Kg weg ziehen mit 50 Kg Gewicht – da habe ich mich ganz schön schwer getan. Wie haben Dir die ersten Challenges gefallen? Aber alles in allem - es war eine wunderhübsche Kulisse und ich liebe es ja eh, in die Natur zu gehen, Lagerfeuer zu machen und draußen zu essen – irgendwas Gegrilltes oder sonst was. Und dann noch draußen schlafen – schön! Hast Du Angst, bei dieser Kälte draußen im Zelt zu schlafen? Nö, ich habe ja einen Daunenschlafsack, ich habe eine warme Jacke und wir haben einen kleinen Ofen im Zelt – ich sehe das ganz optimistisch. Wie ist das Gruppenklima unter den Teilnehmern? Das ist sehr schön, sehr entspannend, es ist kein Druck da, kein Rumgezicke unter Frauen – es ist echt schön – macht Spaß! Kann man das mit einem Biathlon-Team vergleichen? Na mit denen war das auch entspannt – aber da ist natürlich ein ganz anderer Druck dahinter, das ist halt das berufliche Leben im Leistungssport und hier ist es eher Just for Fun. Es ist wieder mal schön an seine Grenzen zu gehen und ein bisschen zu kämpfen, das ist schon schön – aber das ist hier was anderes. Auf was freuen Sie sich am Meisten in den nächsten Tagen? Ich freu mich auch auf das Highlight der Temperaturen, weil die sollen ja ganz schön fallen und das sind so Sachen, die habe ich noch nicht unbedingt so erlebt. Ich habe in meinem Leben nur Ausdauertraining bis -30 Grad gemacht, das könnten jetzt ganz neue Erfahrungen werden wenn es jetzt bis -40 Grad geht. Bis zum 18. Januar kämpfen die sieben Zweierteams bei der Fulda-Challenge noch um den Hauptpreis: Ein Goldnugget aus dem Klondike-Gebiet. Nur der vielseitigste Sportler hat dabei Chancen, den Sieg zu erringen. Halbmarathon, Schneeschuh-Lauf, Helikopter-Drop, Ski-Jöring, Ski-Langlauf, Schluchtenüberquerung am Seil und ein Geländewagen Offroad-Parcour stehen noch auf dem Programm. Der größte Gegner sind aber nicht die anderen Mannschaften, sondern die unbarmherzige Kälte, auch wenn die Witterungsbedingungen des Yukon-Territoriums in diesen Tagen für malerische Landschaftseindrücke der nahezu unberührten kanadischen Natur sorgen.
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| Aktualisiert ( Montag, den 16. Januar 2012 um 11:42 Uhr ) |









