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Vincent Defrasne: "80 Prozent des Erfolgs ist der eigene Wille"
Geschrieben von: Viktoria Franke    Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 09:32 Uhr    PDF Drucken E-Mail
Vincent DefrasneEiner der 30 Athlete Role Models während der 1. Olympischen Winter-Jugendspiele, die derzeit in Innsbruck ausgetragen werden, ist der ehemalige französische Biathlet Vincent Defrasne. Der Olympiasieger von 2006 und zweifacher Bronze-Medaillengewinner bei Olympia von 2002 und 2006. Vor den Volunteers, Fans und jungen Athleten stand er gestern Rede und Antwort - auch, um jüngere Athleten zu einer ähnlichen Karriere zu motivieren.


Seine eigene begann er im Langlauf, wo er Vierter der Juniorenklasse in Frankreich wurde. Erst durch seinen Trainer Pierre Amat entflammten in ihm Interesse und Leidenschaft für den Schießsport. Das ging sogar so weit, dass er sich zum Ziel setzte, der beste Schütze zu werden.

Er hatte das Glück, viele erfahrenere Sportler im Team zu haben und sich einiges von ihnen abschauen zu können und wertvolle Tipps zu erhalten. „Es ist großartig, dass den jungen Athletinnen und Athleten von Innsbruck 2012 in so organisierter Weise Athlete Role Models beiseite gestellt werden. Selbst hätte ich nie gedacht, dass ich eines Tages als Athlete Role Model den Jungsportlern gegenüber stehen würde“ erklärt Defrasne.


Gegenseitiges Lernen

Als er gebeten wurde diese Aufgabe zu übernehmen, zögerte er keine Sekunde, denn er sah diese Rolle als absolutes Muss. „Ich lerne von den jungen Leuten genauso viel, wie sie hoffentlich von mir“, meint der ehrgeizige Sportler. Als Athlete Role Model kann er der neuen Generation sicher viel auf den Weg mitgeben. Er weiß, worauf es ankommt und kennt die Höhen und Tiefen einer Karriere als Spitzensportler. Als er 2001 den 28. Platz im Weltcup erzielte, war er von sich selbst sehr enttäuscht. Aber er glaubte an sein Potential und wusste von da an, dass er mehr in das Erreichen seiner Ziele investieren musste: „80 Prozent des Erfolgs ist der eigene Wille“, betont Defrasne. Belohnt wurde er dafür mit dem Olympiasieg 2006 in Salt Lake City. Aber auch seine vielen vierten Plätze sah er rückblickend keinesfalls als Misserfolge, denn er wollte immer lieber Vierter sein als Fünfter.

Sein größter Rat an die Jugend ist es aber, sich jetzt schon Gedanken über die Zukunft zu machen und andere Interessensgebiete außerhalb des Sports zu suchen. Denn an einem gewissen Punkt sei für jeden einmal die Karriere vorbei und dann sei es sehr wichtig eine Balance im Leben durch Hobbies und Familie gefunden zu haben. Deshalb findet er das Kultur-und Bildungsprogramm von Innsbruck 2012 besonders gelungen. Dadurch wird nicht nur die sportliche Leistung in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch die kulturelle Weiterbildung. Defrasne sieht darin die perfekte Mischung für jeden Sportler und jede Sportlerin.



Aktualisiert ( Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 10:12 Uhr )
 
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