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Arnd Peiffer: "Die Ansprüche steigen in diesem Jahr"
Geschrieben von: Viktoria Franke    Samstag, den 04. Februar 2012 um 06:51 Uhr    PDF Drucken E-Mail

Arnd PeifferMit Rang zwei hat Arnd Peiffer wenige Wochen vor der Heimweltmeisterschaft wieder gezeigt, was in ihm steckt. Ein Fakt, der jedesmal zu Saisonbeginn wieder hinterfragt wird: „Mir glaubt im Dezember irgendwie nie jemand, dass es bei mir leistungsmäßig noch wird. Dabei hat sich doch genau das die letzten drei Jahre immer wieder bewiesen. Der Trainingsplan ist einfach so abgestimmt, dass meine Leistung mit der Saison ansteigt. Im Januar bis März ist die Form wichtiger, da kann man die meisten Punkte holen, da ist der Dezember einfach weniger entscheidend. Somit bleibt die Grundausrichtung immer gleich – und anscheinend funktioniert sie“, erklärt er.

 

Wie ging es Dir nach dem zweiten Platz am Donnerstag? 0,7 Sekunden Rückstand – freut man sich da oder ist man enttäuscht, dass es so knapp war?

Ich war natürlich glücklich, denn ich habe mein Bestes gegeben und eine gute Vorstellung auf der Strecke gezeigt, vor allem auf der letzten Runde. In Oberhof war ich auch nur 1,7 Sekunden vor Simon Fourcade, so ist es nunmal im Sport: Mal ist man vorne, mal hinten, da muss man nicht ewig nachgrübeln.

 

Die Wettkampfpause Ende Januar vor dem Weltcup in Oslo – wie hast Du die genutzt?

Ich bin am Sonntag gleich von Antholz nach Hause gefahren und das war auch gut so. Ich habe erstmal zwei Tage gepuffert, wie wir sagen und ein wenig Fahrt rausgenommen, bevor ich am Mittwoch wieder normal angefangen habe, zu trainieren. Mein Trainer Frank Spengler hat sich auch für mich Zeit genommen, daher war das Training wirklich optimal. Einfach mal langsames, langes Laufen, an Grundlagen und Ausdauer arbeiten – das hat wirklich gut getan.

 

Nach dem Weltmeistertitel von Khanty-Mansiysk – liebäugelst Du da mit anderen Ergebnissen als im Vorjahr?

Natürlich steigen die Ansprüche nach einem solchen Jahr. Erst wurden sie nur von außen an mich herangetragen, aber mit der Zeit stellt man auch an sich selbst diese Ansprüche. Da muss ich ab und zu einfach mal wieder auf den Boden der Tatsachen kommen, wenn ich z.B. sehe, dass ein 18. Platz plötzlich nichts mehr wert ist.

 

Wie gelingt Dir das?

Ach, das geht mit zwei, drei schlechten Rennen ganz einfach.

 

Wie hast Du den gestrigen Ruhetag genutzt?

Ich habe am Morgen leicht trainiert und bin später gejoggt, einfach einen entspannten Tag gemacht. Schießen tu ich an einem solchen Trainingstag nie, das habe ich mir zur Regel gemacht. Dadurch bin ich dann auch im Training weniger an Zeiten gebunden und ich habe einfach gemerkt, dass es für mich ganz gut funktioniert.

 

Also bereit für die Verfolgung?

Definitiv. Ich denke, meine Ausgangssituation ist auch ganz gut.



 

Aktualisiert ( Freitag, den 03. Februar 2012 um 21:54 Uhr )
 
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