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Mit den Deutschen Meisterschaften in Langdorf und Ruhpolding endete am Wochenende der erste große Test für die deutsche Biathlon-Mannschaft vor der Saison. Für den Großteil der Frauen war es bereits der zweite Überprüfungswettkampf, nachdem im Juli traditionellerweise die Sommerleistungskontrolle in Berchtesgaden ausgetragen wurde. Miriam Gössner konnte damals aufgrund einer Not-OP nicht teilnehmen, auch die DM lief mit Rang elf der Gesamtwertung nicht so gut. Dass dürfte jedoch größtenteils damit begründet sein, dass sich Gössner auf Schnee einfach wohler fühlt, wie sie im Interview erklärte.
Miri, so richtig mit Urlaub und Ausspannen hatte der Beginn Deines Sommers nichts zu tun, oder? Nein, der Urlaub ist dieses Jahr leider flach gefallen. Ich musste mich einer OP unterziehen, weil mein Darm sich gelöst hat und dann irgendwie ineinander verschlungen hat und ich innerlich zu bluten angefangen habe. Es ist alles gut gegangen, weil ich es aufgrund der Schmerzen schnell gemerkt habe, aber das hieß es natürlich erstmal „Krankenhaus statt Urlaub“.
Konntest Du denn nach so einem Eingriff überhaupt normal trainieren? Zwei Wochen war erstmal gar nichts möglich, dann habe ich langsam wieder anfangen können. Nur das mit dem Liegendschießen dauerte eine Weile, weil ich ja nur schlecht auf dem Bauch liegen konnte.
Die DM lief nicht so, allerdings hast Du auch immer gesagt, dass Du kein Rollermensch bist. Woran liegt das? Ich arbeite einfach zu viel mit den Beinen, wende da auch viel Kraft auf. Dann rutschen die Roller öfters mal weg, wenn ich zu fest abdrücke, das kann dir mit Skiern nicht passieren. Auf denen fühle ich mich auch einfach wohler. Ich freue mich auch schon riesig auf Skandinavien – die Dunkelheit und der Schnee, das ist für mich einfach der schönste Lehrgang der ganzen Saisonvorbereitung.
Macht man sich dennoch einen Kopf, wenn im Sommer nicht alles so passt? Ich glaube, ich mache mir nie einen zu großen Kopf, das bin ich einfach nicht. Mein Anspruch ist es, dass ich eine Stunde nach dem Rennen aufgehört habe, darüber nachzudenken. Natürlich dauert es manchmal auch länger, aber das bringt ja nichts, wenn man da ewig grübelt.
Haben sich Deine Ziele im Vergleich zum Vorjahr geändert? Sicher gehe ich jetzt anders in die Saison, es ist nicht mehr alles so neu und aufregend wie im letzten Winter. Ich möchte eine stabile, konstantere Leistung abrufen und vielleicht auch weniger Fehler schießen. Ich weiß ja, dass ich schießen kann und da weiterhin auf einem guten Weg bin, auch wenn andere das nicht so glauben. Daher haben wir auch im Training nicht viel geändert, das Konzept hat ja gepasst und da hab ich auch volles Vertrauen in meinen Trainer. Ich wollte mir zwar eigentlich einen neuen Schaft machen lassen, hab das aber dann gelassen, da ich mit meinem alten noch immer recht gut klarkomme…
Wie schaut es bei Dir im nächsten Winter mit gelegentlichen Langlauf-Abschweifern aus? Eigentlich habe ich richtig Lust, nochmal im Langlauf zu starten. Wenn es wieder mal zeitlich passt, dann würde ich mich freuen, wenn ich die Chance nochmal bekomme.
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