Übersicht über die Regeländerungen des IBU-Kongress

15.09.2008 Viktoria Franke
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Biathlon Neben den spannenden Wahlen der WM-Stätten für 2012 und 2013 wurden auf dem IBU Kongress in Prag weitere Änderungen für die kommende Saison beschlossen. Dass dabei vor allem die Entscheidung über die Reduzierung der Starterfelder nicht im Sinne des Sports getroffen wurde, bedauerten einige. So mahnte auch der Präsident der Internationalen Biathlon-Union, Anders Besseberg am Ende des Kongress: „Ich bitte Euch, weiterhin an die Zukunft des Sports zu denken und Eure eigenen Interessen diesem unterzuordnen."

Gerade in Bezug auf die Startfelder schienen jedoch die Einzelinteressen zu dominieren. Die kleineren Biathlon-Nationen stimmten mit 70% zu 30% gegen eine Reduzierung der Startfelder, sodass sie weiterhin mindestens einen Biathleten an den Start bringen dürfen. Die Verteilung der Starterplätze pro Nation richtet sich nach der Nationenwertung der abgelaufenen Saison:
Rang 1-4 erhalten sieben Startplätze
Rang 5-8 sechs
Rang 9-12 fünf
ab dem 13. Rang: vier

Norbert Baier, der Technische Delegierte der IBU, stellte dazu fest: „Das war eine Entscheidung zu Ungunsten des Sports. Da waren die eigenen Interessen zu groß."

Renn-StartWeltcup – Reduzierung der Starter
Es bleibt bei vier Startgruppen, wobei die ersten Zehn des Weltcups die Gruppe frei wählen dürfen; für schwächere Athleten ab Rang 81 sind die letzten Startgruppen vorgesehen. „Wichtig ist dabei jedoch, dass nur drei Starter einer Nation in die gleiche Gruppe dürfen. Wie die Einteilung geschieht, müssen die Mannschaften unter sich klären."

Preisgelder und Weltcup-Punkte
Bisher gab es Preisgelder bis zum 8. Platz der Einzeldisziplinen, ab sofort erhalten die besten 10 Athleten Prämien. Weltcup-Punkte, die bisher den besten 30 vorbehalten waren, werden bis zum 40. Platz ausgeweitet. Zwischen den ersten drei Plätzen gibt es nun sechs Punkte Unterschied. Beim Massenstart erhält somit der letzte noch 11 Punkte, was den Elite-Charakter des Rennens zusätzlich unterstreicht.

Europacup und EM
Der ehemalige Europacup trägt ab neuer Saison den Namen IBU-Cup und die Extra-Wertung für Junioren wird abgeschafft. Nachwuchsathleten dürfen natürlich weiterhin starten, werden aber start- und wertungsmäßig in die Seniorenfelder eingegliedert.

Bei Europameisterschaften dürfen nur noch Athleten starten, die jünger als 26 Jahre sind. Damit soll Fällen vorgebeugt werden, bei denen die Nationen erfahrene, ältere Weltcupathleten zum Medaillensammeln bei der EM abkommandieren.