Romy Beer bei Fahrradunfall schwer verletzt

26.05.2009 Viktoria Franke
biathlon-online.de – Das Biathlon Portal in DeutschlandBiathlon-NewsRomy Beer bei Fahrradunfall schwer verletzt

Romy Beer Warum das Schicksal immer wieder Romy Beer wortwörtlich Steine in den Weg legt, ist einfach unklar. Hätte ihre Karriere einen „normalen" Weg genommen, wäre sie mittlerweile womöglich sogar schon Weltspitze. In den Wintern 2002-2004 mit etlichen Weltcupeinsätzen bedacht, wurde ihr Weg auf der Karriereleiter im Juni 2004 abrupt gebremst, als sie bei Frank Lucks Abschiedsrennen in einer Kurve stürzte und sich eine kombinierte Schien- und Wadenbeinfraktur des linken Beines zuzog. Reha-Maßnahmen und Trainingseinheiten sollten ihr dabei helfen, wieder Anschluss an die Weltspitze zu finden, doch bereits im Juni 2006 die nächste Hiobsbotschaft: Aufgrund eines Knorpelschadens am Sprunggelenk musste sich Beer erneut einer Operation unterziehen und fiel so für einige Wochen aus.

Mit dem letzten Winter schien Romy all diese Hindernisse überwunden zu haben: Dritte im IBU-Cup, in dem die 28-jährige etliche Podestplätze errang. Diesen Sommer nun wollte sie nutzen, um endlich den Sprung ins Weltcupteam zu schaffen, doch letzten Dienstag wurde auch dieses Vorhaben gebremst. Beim Radtraining mit Teamkollegin Anne Preußler stürzte die Juniorenweltmeisterin von 2001 und flog über den Lenker ihres Rades. „Als ich dort lag, habe ich mich gar nicht getraut, mich zu bewegen", beschreibt Beer diese Momente. Und daran tat sie gut: Laut Diagnose brach sie sich bei dem Sturz einen Brustwirbel, zudem hätte ein Splitter des ersten Halswirbels die Halsschlagader gequetscht, sodass die Gefahr eines Schlaganfalles bestand. Die Ärzte hatten sich nach der Diagnose gegen eine Operation entschieden, da eine OP an den Halswirbeln lebensgefährlich sei, mittlerweile ist jedoch das Schlimmste überstanden.

Romy Beer Die letzten Tage waren verständlicherweise nicht einfach für Beer gewesen, dennoch sei sie froh, dass sie sich überhaupt bewegen kann. Wenn alles gut geht, könnte die sächsische Biathletin bereits in anderthalb Wochen das Krankenhaus verlassen und müsste sich dann einer Physiotherapie unterziehen.

Auf diesem Wege auch unsere Bitte an die Fans: Hinterlasst Romy doch per Gästebucheintrag auf ihrer Homepage ein paar Grüße oder Genesungswünsche.