Olympische Medaillen mit einzigartiger Form vorgestellt

16.10.2009 Viktoria Franke
biathlon-online.de – Das Biathlon Portal in DeutschlandBiathlon-NewsOlympische Medaillen mit einzigartiger Form vorgestellt

Goldmedaille Vancouver 2010120 Tage vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver wurden gestern in Kanada die Olympia-Medaillen offiziell vorgestellt. Die Form der begehrten Edelmetalle wird demnach in vielerlei Hinsicht einzigartig sein.  Nach zwei Jahren Planungs- und Fertigungszeit ist ein Design entstanden, das seinesgleichen sucht. Mit einem Gewicht zwischen 500-576g gehören sie nicht nur zu den schwersten Olympia-Medaillen, sondern aufgrund des unter 48 Vorschlägen ausgewählten wellenförmigen Designs dürften sie zugleich auch unverwechselbar sein.

Doch nicht nur die Wellen-Form macht die Medaille zu etwas einzigartigem. Dass wirklich kein Edelmetall dem anderen gleicht, ist aufgrund der Gravierung gewährleistet. So orientiert sich das Design an zwei Kunstwerken, die von der kanadischen Künstlerin Corrine Hunt geschaffen wurden. Für die Olympischen Spiele hatte sich Hunt einen Orca ausgesucht, ein Rabe soll die Paralympischen Spiele repräsentieren. Auf jeder Medaille ist ein anderer Ausschnitt der Großgemälde zu sehen, so dass jede der 615 Olympia-Medaillen und 399 Paralympics-Medaillen ein anderes Motiv ziert.

Warum Orca und Rabe?
"Der Orca ist eine wunderschöne Kreatur, die stark ist und dennoch in einer Gemeinschaft lebt", erklärt Hunt. „Ich habe gefühlt, dass die Olympischen Spiele ebenfalls eine Gemeinschaft sind. Die Athleten mögen zwar trainieren, aber sie sind immer irgendwie mit ihrer Gemeinschaft, ihren Teamkollegen oder ihrem Land verbunden. Der Orca ist ein Lebewesen, das wunderbare Fähigkeiten hat, aber nicht wirklich ohne seine Herde leben kann."

„Mein Design für die Paralympischen Medaillen – ein Rabe auf einem aufrechtem Totem – ist sehr nah an meinem Herzen und zu Ehren meines Onkels entstanden, der querschnittsgelähmt ist. [Paralympische Athleten] stehen manchmal vor Herausforderungen, aber sie bewältigen sie und der Rabe tut das Gleiche. Ich denke, die Kreativität des Rabens gibt uns Hoffnung – auch um es zu akzeptieren, wenn Dinge nicht funktionieren und uns wirklich zu freuen, wenn sie es tun."

Medaillen Vancouver 2010 Medaillen- und Produktionsfakten
Auf der Rückseite der Medaillen sind die Namen der Olympischen Spiele in Englisch und Französisch eingraviert. Ebenfalls Platz finden das offizielle Logo sowie der Sport samt Wettkampf, in dem die Medaille gewonnen wurde. Auf den Paralympischen Medaillen ist zusätzlich Blindenschrift zur Anwendung gekommen.

Seit Juli bereits werden die Medaillen ausgestanzt, Ende der Produktion soll im November sein. Mit einem Druck von 1900 Tonnen, der in etwa 760 aufeinandergestapelten Autos entspricht, wird die Medaille in ihre endgültige Form gebracht. Die Wellenform soll vor allem das Meer und die Berge British Columbias widerspiegeln. Hergestellt werden die Edelmetalle von der Königlichen Kanadischen Münzanstalt, die bereits 1976 die Medaillen für Montreal produzierten. Die zur Verwendung kommenden Edelmetalle werden aus British Columbia, Ontario, Neufundland, Labrador, Alaska, Chile und Peru geliefert.

Vancouver

Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver (12.02 – 28.02.2010)