Biathlon-WC Hochfilzen: „König“ Bjoerndalen einmal mehr ganz vorn

11.12.2009 Viktoria Franke
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Ole Einar Bjoerndalen Sein Auftakt mag ihm mit dem Einzel in Östersund nicht gelungen sein, doch seit diesem Tag beweist Ole Einar Bjoerndalen wieder, dass er nicht umsonst der „König der Biathleten" genannt wird. "Das war heute ein perfektes Rennen mit null Fehlern. Läuferisch bin ich nicht zufrieden, vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich richtig gute Ski gehabt hätte", so der Norweger. Dank seiner fehlerfreien Schießleistung platzierte er sich vor dem russischen Doppelpack Nikolay Kruglov und Evgeny Ustyugov, für den es der erste Weltcup-Podestplatz seiner Karriere war: "Ich freu mich, dass ich es endlich geschafft habe. Dafür habe ich lange und hart gearbeitet", so Ustyugov. Mit Maxim Tchoudov auf dem vierten Platz zeigten die Russen heute das beste Mannschaftsresultat.

Wäre es nur ums Läuferische gegangen, hätte Bjoerndalen heute nicht ganz vorn hineinlaufen können, da gaben eher ein Lars Berger oder Dominik Landertinger den Ton an. Dieser platzierte sich auf seiner Heimstrecke trotz seiner drei Strafrunden auf einem guten zwölften Platz. Mit Christoph Sumann auf sechs und Simon Eder auf sieben präsentierten sich die Österreicher auch als Team wieder stark.

Andi BirnbacherOlympia-Norm für Peiffer
Bester Deutscher wurde heute Arnd Peiffer, der sich mit einem Fehler im letzten Schießen auf dem 14. Platz einreihte. „Trotz der tiefen Bedingungen habe ich mich heute auf der Strecke super gefühlt und bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung. Es ist schön, die Olympia-Norm noch vor Weihnachten geschafft zu haben, auch wenn mich der eine Fehler stehend etwas ärgert. Aber das ist abgehakt, ich weiß, ich hab ein gutes Rennen geliefert und bin zufrieden!"

"Extremste Bedingungen"
Fehlerfrei kam von den deutschen Herren heute keiner durch: Michael Greis platzierte sich mit zwei Stehendfehlern auf dem 23., Andi Birnbacher (1) und Michael Rösch (2) beendeten ihr Rennen auf den Rängen 32 und 33. "Das sind mit die extremsten Bedingungen, die man haben kann, aber gut, sie waren für alle gleich. Mir persönlich fehlt irgendwie noch das richtige Set-Up zwischen Angriff und Sicherheit", so Greis im Ziel.

"Sinnlos, bei solchen Bedingungen anzutreten"
Simon Schempp schaffte mit Rang 57 ebenfalls die Qualifikation für das Jagdrennen, Christoph Stephan hingegen wird mit insgesamt vier Fehlern und Rang 96 nicht an der morgigen Verfolgung teilnehmen, das gleiche Schicksal ereilte Alexander Wolf (3) und Rang 73. Stephan plagte sich schon seit Tagen mit Rückenproblemen und wird wohl auch Wolf zustimmen, der sagt: "Bei uns schwereren Athleten ist es eigentlich sinnlos, bei solchen Bedingungen anzutreten!"

Oder wie Frank Ullrich es ausdrückt: "Am besten machen wir einen Haken hinter dieses Rennen!"

Ergebnisse Biathlon-Weltcup Hochfilzen 10.12.-13.12.2009


Hochfilzen

2. Biathlon-Weltcup 2009/2010 in Hochfilzen