Weitere Olympiaaufstellungen benannt, Teams in Österreich und Schweiz gesetzt

29.01.2010 Viktoria Franke
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Martin Fourcade Neben vielen weiteren Teams haben nun auch die Schweiz und Österreich ihre Mannschaften für die Olympischen Winterspiele 2010 benannt. Auch Frankreich oder Polen sind nunmehr komplett.

Frankreich
Vor vier Jahren führten noch Sandrine Bailly und Vincent Defrasne die französische Mannschaft Richtung Olympia an. Doch die Zeiten haben sich geändert, mittlerweile haben die jüngeren Athleten das Zepter fest in der Hand. Bailly liegt derzeit knapp vor ihrer Teamkollegin Marie Laure Brunet im Gesamtweltcup, bei den Männern jedoch hat ein Defrasne schon längst seine Vormachtposition gegen die Brüder Fourcade oder auch einen Vincent Jay abgeben müssen.

Simon Fourcade, der als Gesamtweltcupführender nach Kanada reist, hat natürlich allen Grund, eine Einzelmedaille als Ziel anzugeben. Was der "Flying Frenchman" Raphael Poirée nie und was Defrasne 2006 überraschend geschafft hat, könnte auch für Fourcade in greifbare Nähe rücken: Französischer Olympiasieger im Biathlon zu werden.

Sarah MurphyNeuseeland
Mit der 21-jährigen Sarah Murphy wird Neuseeland erstmals im Biathlon bei den Olympischen Winterspielen vertreten sein. Doch Murphy musste lange auf die Entscheidung warten. Die nationale Qualifikation hatte sie bereits geschafft, doch die endgültige Entscheidung lag bei der Internationalen Biathlon-Union. Im Punkte-Ranking der Nationen war Neuseeland mit nur einer Athleten nahezu Schlusslicht, daher musste die nationale Quote des Landes erst vom Weltverband bestätigt werden. "Ich bin natürlich überglücklich, dass ich es geschafft habe, auch wenn das Warten mich schon fertig gemacht hat. Aber jetzt freue ich mich auf die Spiele daheim. Sowohl mein Vater als auch meine Mutter werden beide im Stadion arbeiten, das wird sicher ein tolles Erlebnis", so die gebürtige Kanadierin.

Österreich
In Österreich dürfte die Nominierung nicht allzu schwer gefallen sein. Die vier besten Athleten Christoph Sumann, Dominik Landertinger, Simon Eder und Daniel Mesotitsch gehören derzeit zu den zwölf besten Biathleten der Welt, geht man nach ihrer Platzierung im Gesamtweltcup. Und auch Fritz Pinter und Tobias Eberhard auf den Rängen 25 und 35 gehören noch zur Weltspitze. Auf das eigentliche Problem werden die Trainer dann erst vor Ort in Vancouver stoßen: Wen lässt man in welcher Disziplin laufen? Bei einer solchen Leistungsdichte oft eine schwere Entscheidung.

Tomasz Sikora Polen
Die Polen fahren mit nur zwei Männern nach Kanada, bei den Frauen hingegen wurden gleich fünf Athletinnen nominiert. Das Team anführen wird einmal mehr Tomasz Sikora, der seit 1994 alle Olympischen Winterspiele für Polen bestritten hat. Seine beste Platzierung konnte er bei den letzten Spielen in Turin feiern. Damals holte er sich Silber im Massenstart.

Schweiz
Die Schweiz wird mit sechs Athleten nach Kanada reisen. Mit Selina Gasparin stellt die Schweiz auch eine Athletin in den Frauen-Konkurrenzen. Gasparin hatte lange Zeit auf ihre Olympia-Norm warten müssen, als dann jedoch feststand, dass sie nach Vancouver mitfahren würde, schien sie völlig befreit in Antholz aufzulaufen und schnappte sich den fünften Platz im Einzel in Südtirol. "Ich realisiere eigentlich noch gar nicht, was um mich herum geschieht. Stadioninterview, TV-Interview, wartende Journalisten. Dabei fühlte ich mich läuferisch heute gar nicht so gut, denn ich habe zuhause in Pontresina extrem an der Basis gearbeitet um in Vancouver läuferisch bei den Leuten zu sein", sagte Gasparin damals nach ihrem Erfolg.

 

Siehe auch:

Teamaufstellungen für Olympia 2010