Biathlon-Blog: Rückflug in die Normalität

29.03.2010 Viktoria Franke
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Eurosport Sie ist vorüber, die Biathlon-Saison 2009/2010. Mal wieder ein Winter rum, dieses Mal schien es noch schneller zu gehen, als die letzten. Aber so sehen das sicher nur einige. Diejenigen, die sich gerade im Flieger von Khanty-Mansiysk nach Oslo oder München befinden, werden froh sein, dass es endlich vorbei ist.

"We Are the Champions"
Vorbei ist es endgültig auch für eine Reihe von Biathleten: Nicht nur Simone Hauswald, Kati Wilhelm oder Martina Beck werden in der kommenden Saison nicht mehr dabei sein. Auch international wird das Feld kleiner werden. So wurden gestern unter anderem die Franzosen Sandrine Bailly, Sylvie Becaert, Vincent Defrasne, der tschechische Weltmeister Roman Dostal, Russlands Nikolay Kruglov und der Lette Ilmars Bricis offiziell in den sportlichen Ruhestand verabschiedet. Vom Organisationskomitee auf der Abschlussfeier mit weißen Pelzmützen ausgestattet, gaben sie einen letzten Auftritt. Dieses Mal nicht auf der sportlichen Bühne. Im Gegenteil. Arm in Arm mit den Weltcup-Gewinnern sangen sie "We are the Champions" von Queen.

Arm in Arm sangen da auch Christoph Sumann und Emil Hegle Svendsen, die letztendlich den Gesamtweltcup zu Gunsten des Norwegers entschieden hatten. Für den Österreicher Sumann eine Ehrensache, dass dieser ihm gleich noch im Ziel zu gratuliert hatte. Weniger erwartet hingegen die Geste von Ole Einar Bjoerndalen, der vor der Ziellinie noch auf seinen Teamkollegen wartete, um Hand in Hand mit ihm das Rennen zu beenden. Angesichts des Verlaufs seiner Saison und der damit verbundenen Frustration von Bjoerndalen eine große Geste. Wie Sumann und Svendsen konnten auch Magdalena Neuner und Simone Hauswald gemeinsam singen. Und zwar aus voller Überzeugung. Nachdem die Cup-Wertung noch zu Gunsten von Neuner ausging, konnten sie am Ende noch einmal gemeinsam feiern: Gold zum Abschluss für Biathlon-Deutschland. Das hatten sich die russischen Fans anders vorgestellt, aber sportlich fair jubelten sie dennoch den Deutschen zu.

Mehr noch, die kaum 1,40m großen Autogrammjäger kamen bis in den offiziellen Bus Richtung Abschlussfeier hinein, um noch ein Autogramm der jeweiligen Idole zu erhaschen. Mitgenommen werden wollten sie dann zwar doch nicht, aber das zeitliche Limit ließ sich ja mit einem kindlichen Lächeln doch hinauszögern.

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