Russischer Verband für Verletztung der Anti-Doping-Regeln bestraft

15.11.2010 Viktoria Franke
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Serguej KuschenkoAuf seiner 99. Sitzung musste der Vorstand der Internationalen Biathlon Union (IBU) im österreichischen Going über Disziplinarmaßnahmen gegen den Russischen Biathlon-Verband (RBU) nach den IBU Anti-Dopingregeln entscheiden. Die Regeln besagen, dass der Weltverband gegen einen nationalen Verband eine Strafe verhängen kann, wenn mehr als einem Athleten des Verbands innerhalb von zwölf Monaten ein Verstoß gegen die Anti-Dopingregeln nachgewiesen wird.

Der IBU Vorstand beurteilte einen sehr detaillierten Bericht der Russen aus dem Oktober 2010, nachdem die RBU eine interne Kommission beauftragt hatte, die möglichen Gründe für mehrere Verstöße in kurzer Zeit zu ergründen.

Vor dem Erlass einer Strafe für die RBU wurden alle Umstände sorgfältig und ausgiebig geprüft. Fünf Athleten (Iourieva, Akhatova, Yaroshenko, Prokunin, Timofeyeva) waren innerhalb von zwölf Monaten suspendiert worden, woraufhin auch auf Seiten der RBU alle internen disziplinären Konsequenzen erfolgt sind und sehr ernsthafte Schritte eingeleitet wurden, um Doping in Zukunft zu verhindern.

Der Russischen Biathlon Union wurde nun eine Strafe in Höhe von 50.000 € auferlegt. Dies wurde vom Generalsekretär Sergey Kushenko, gleichzeitig erster Vizepräsident der IBU, akzeptiert. Er findet es außerdem korrekt, dass die IBU im Kampf gegen Doping harte Maßnahmen ergreift. Der Vorstand des Weltverbands wies darauf hin, dass man die Initiative der neuen Führung in der RBU im Kampf gegen Doping im höchsten Maße respektiere und lobe.