Interview mit Miriam Gössner: „Ich bin happy – Ich habe das erste Mal Null geschossen!“

03.12.2010 Viktoria Franke
biathlon-online.de – Das Biathlon Portal in DeutschlandBiathlon-NewsInterview mit Miriam Gössner: „Ich bin happy – Ich habe das erste Mal Null geschossen!“
Miriam GössnerZweites Biathlon-Weltcupwochende – Null Fehler – Zweiter Platz im Sprint. Für Miriam Gössner lief das heutige Sprintrennen optimal. Nach dem Rennen stand uns die Bayerin Rede und Antwort über ihr Rennen, die Langlauf-Abstecher und die Motivation durch ihren Freund Simon Schempp.


Miriam, wie ist Dein Gefühl so kurz nach diesem super Rennen?
„Ich bin einfach nur happy. Vor allem, weil ich noch nie in einem Wettkampf Null geschossen habe. Aber dieses Mal hat es einfach geklappt.“


Auf der Strecke bist Du auch gewohnt stark, hat sich das durch die Langlaufeinsätze noch verbessert?

„Das kann gut sein, ich fühle mich schon stärker auf der Strecke las im letzten Jahr. Aber das ist sicher auch normal, dass man von Jahr zu Jahr besser wird. Aber heute war Kaisa einfach viel zu stark für mich, da ging kein Weg nach vorn.“


Im Training hast Du solch ein Schießen schon öfters gezeigt, wie kommt es, dass es nun im Wettkampf klappt?

„Ich denke, hier ist es ganz wichtig, Erfahrung zu sammeln. Man wird mit jedem Wettkampf im Schießen besser und bekommt mehr Sicherheit. Ich habe immer zu Simon gesagt: Ich würd gern so schießen wie Du. Und er meinte immer, dass das schon noch kommt.“


Miriam GössnerDen Freund im Weltcup mitzuhaben – motiviert das zusätzlich bzw. motivieren Euch die Resultate des Anderen?
„Absolut! Es ist schön, jemanden zu haben, der einen vollkommen versteht. Mit Juliane [Döll] auf dem Zimmer ist es auch eine super Stimmung aber natürlich ist es mit dem Freund noch einmal was anderes, da kann ich ganz ich selbst sein und auch mal losheulen.“


Warum seid ihr nicht mehr gemeinsam auf dem Zimmer?

„Wir haben das letztes Jahr versucht und im Endeffekt war das Zimmer immer leer. Entweder hatte ich Training oder er, wir haben uns meist verpasst. Mit Jule ist es jetzt schöner, man hat mehr den gleichen Tagesablauf und hat demnach auch wirklich jemanden mit auf dem Zimmer. Und Simon sehe ich ja trotzdem!“


Was kannst Du Dir mit einem solchen Resultat nun erhoffen? Einen festen Platz im Team?

„Das wäre schön, aber wir sind sieben starke Mädels, da kann es immer sein, dass eine mal aussetzen muss. Aber natürlich würde ich liebend gern einen festen Platz im Weltcup haben. Das ist aber mit einem Podest nicht unbedingt gesagt, schließlich kann ich im nächsten Rennen schon gewaltig einen auf den Deckel bekommen!“


Demnach ist Langlauf gar kein Thema mehr?

„So würde ich es nicht sagen. Biathlon ist das, was ich immer machen wollte, das stimmt. Aber natürlich ehrt mich Jochen Behles Vertrauen in mich. Und natürlich habe ich schon daran gedacht, ob die WM in Oslo nicht eine Möglichkeit wäre. Aber ob es organisatorisch klappt, weiß ich nicht. Schließlich muss ich mich erst mal qualifizieren und ob ich dafür wissentlich einen Biathlon-Weltcup sausen lasse, damit habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt. Bis nach Weihnachten nehme ich mir dafür auch Zeit, danach kann ich es vielleicht mal zum Thema machen.“

 

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Biathlon-Saison 2008/2009