Ende gut, Alles gut – Anreise nach Russland

01.03.2011 Viktoria Franke
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Khanty MansiyskEs war kurz vor halb zwei, und eine riesen Maschine der Moskauer Fluggesellschaft „Red Wings“ schwebte geradezu über den Autos auf der Münchener Flughafenstraße. Über eine der großen Straßebrücken ging es Richtung Take-Off – zwei Stunden später als geplant. Aber das ist ja nichts neues, wenn man Richtung Russland fliegt.

Für einige der Sportler war es eine längere Anreise, so zum Beispiel für die Kanadier oder Amerikaner. Beide Nationen nutzten bereits am Samstag den ersten Charterflug, ebenso wie die Norweger. Emil Hegle Svendsen folgte seinen Teamkollegen am Montag, nachdem  er aufgrund der Erfolge der norwegischen Langläufer nun doch keinen Einsatz am Holmenkollen bekommen wird. Statt Privatjet wurde es also eine entspannte Reise vom Holmenkollen zum Flughafen.

Visa-Probleme bei etlichen Teammitgliedern
Andere Athleten wie Erik Lesser, Dorothea Wierer (ITA), Jean Guillaume Beatrix (FRA) oder Sarah Murphy (NZL) hatten ein wenig mehr Stress – für sie ging es Sonntagabend bzw. Montag in aller Früh von Ridnaun Richtung Flughafen in München – nach etlichen Wettkämpfen nun also gleich die Weiterreise nach Russland. Murphy erreichte den Flieger nur mit viel Glück: “Mitten im Schneesturm bin ich letzten Montag nach München gefahren, um mein Visa abzuholen. Das hat leider nicht so gut geklappt, da sie mir sagten, es wäre erst am Montag meiner Abreise nach Russland fertig“, so Murphy. Überraschenderweise war es rechtzeitig fertig, Neuseeland wird bei nun der WM vertreten sein.

Weniger Glück hatten zwei Kanadier, die vorher eine Woche im Trainingslager in Toblach verbrachten: Wie Zina Kocher erzählte, gab es etliche Probleme mit dem Visa, zwei Teambetreuer mussten schließlich zu Hause bleiben. Eurosport-Live Reporter Gernot Bauer wiederum schaffte es nach sechs Visa-Absagen erst in allerletzter Minute nach Russland.

Die russischen Visa-Bestimmungen hatten sich im Gegensatz zum letzten Jahr erheblich verschärft, mit viel Nacharbeit sollten es nun allerdings die meisten Biathlon-Reisenden nach Sibirien geschafft haben.