Simmen und Frei beenden Karrieren im Schweizer Biathlon-Team

24.03.2011 Viktoria Franke
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Thomas Frei und Matthias SimmenAm Wochenende stehen die Schweizer Meisterschaften in Realp auf dem Programm. Dort werden gleich zwei Biathleten ihre Karriere beenden: Matthias Simmen (39) und Thomas Frei (30) werden beide ihre letzten Rennen bestreiten. „Nach 10 Jahren im Weltcup spüre ich eine gewisse Müdigkeit. Zusammen mit meinen beruflichen Perspektiven, die sich für mich nun ergaben, ist der richtige Zeitpunkt für einen Rücktritt gekommen“, begründet Matthias Simmen seinen Beschluss.

Der 39-Jährige kam spät zum Sport. Erst als 22-Jähriger begann der Modellathlet mit Langlauf, schaffte es bis ins B-Kader von Swiss-Ski. Eine langwierige Krankheit unterband jedoch weitere Fortschritte jäh. Nach der Jahrtausendwende entschied sich Matthias Simmen, seine sportliche Karriere im Biathlon fortzusetzen. „Diesen Schritt, der vielleicht aus etwas Frust aber auch aus viel Neugier gegenüber dieser Sportart zustande kam, habe ich bis heute nicht bereut. Im Nachhinein muss ich sagen, diesen Wechsel hätte ich schon viel früher machen sollen“, blickt Simmen zurück.

Während Simmens Entschluss schon länger feststand, wurde Freis Entscheidung erst heute bekannt. Der 30-jährige Bündner will sich in Zukunft in seinem erlernten Berufszweig der Baubranche weiterbilden. „Ich habe immer gesagt, dass ich solange weitermache, wie es sportlich aufwärts geht. Als ich jedoch während der WM in Russland spürte, dass ich meine gesteckten Ziele – Bestätigung der Nationalmannschaft – nicht erreichen kann und weitere Schritte in Richtung Spitze kaum mehr zu realisieren sind, stand für mich das Ende meiner Biathlon-Laufbahn fest. Ich bin stolz darauf, was ich in relativ kurzer Zeit alles erreicht habe und trete mit einem guten Gefühl ab. Während mein Podestplatz im Weltcup eher überraschend kam, steht für mich meine konstante Leistung an den Olympischen Spielen von Vancouver mit vier Rängen in den Top16 als absolutes Karriere-Highlight fest“, so Thomas Frei, der 2009 im Sprint von Pokljuka Dritter wurde.