Rücktrittsgedanken bei Olga Zaitseva und Anna Carin Zidek

18.04.2011 Sam Brown
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Olga ZaitsevaNachdem im vergangenen Jahr nach den olympischen Winterspielen zahlreiche Biathleten ihre Karriere beendet hatten, blieb in diesem Frühjahr die große Rücktrittswelle aus. Dennoch könnten zwei große Damen des Biathlons in Kürze ihren Abgang von der sportlichen Bühne verkünden. Sowohl Anna Carin Zidek als auch Olga Zaitseva sind derzeit unentschlossen, ob sie ihre Karriere fortsetzen.

Im Fall von Olga Zaitseva gab es dabei in den letzten Wochen einige Verwirrung. Unmittelbar nach der Damenstaffel bei den Weltmeisterschaften hatten russische Medien gemeldet, Zaitseva werde nach der Saison zurücktreten. Die Russin war bei der Heim-WM ohne Medaille geblieben, zudem hatte die Mannschaftsführung mit der Entlassung von Damentrainer Anatolij Chovanzev noch während des laufenden Staffelrennens für einen Eklat gesorgt.

Olga Zaitseva will sich bis Ende April entscheiden

Später stellte Zaitseva jedoch klar, dass eine Interviewäußerung falsch interpretiert worden war und sie noch nicht über die Fortsetzung ihrer Karriere entschieden habe. Nach den Rennen in Kamtschatka am Wochenende kündigte die zweifache Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin an, bis Ende April über ihrer weitere Lebensplanung nachzudenken. Dabei spielt neben den ausbleibenden sportlichen Erfolgen, sicherlich auch ihr vierjähriger Sohn Alexander eine wichtige Rolle.

Olga Zaitseva war in der abgelaufenen Saison mit Platz zwölf im Gesamtweltcup beste Russin. Im Januar hatte sie das Einzelrennen in Ruhpolding gewonnen und damit für den einzigen Saisonsieg der russischen Damen gesorgt. Daher dürfte den Offiziellen sehr daran gelegen sein, ihre beste Athletin zum Weitermachen zu bewegen.

Motivationsprobleme bei Anna Carin Zidek

Anna Carin ZidekMit Anna Carin Zidek denkt eine weiter erfolgreiche Biathletin über einen Rückzug vom Leistungssport nach. Auch die Schwedin, mit inzwischen 38 Jahren älteste Starterin im Weltcup, war mit ihrer Saison nicht zufrieden. Zum Auftakt hatte sie zwar das Einzel in Östersund gewonnen, danach ging es mit ihrer Form jedoch stetig bergab. Im Jahr 2011 gelangen ihr nur zwei TopTen-Platzierungen.

Nun kündigte Zidek an, bis zum Mai über ihre Zukunft zu entscheiden. Zwar wolle sie nicht mit solchen Ergebnissen von der Biathlonbühne abtreten, allerdings habe sie derzeit Zweifel, ob sie sich noch einmal zu 100 Prozent motivieren könne. Außerdem sei sie unsicher, wie ihr Körper eine weitere Saison mit harten Training verkraften wird. Familiäre Gründe spielten bei ihrer Entscheidung keine Rolle.