Weißrussen und Raphael Poiree trennen sich

23.04.2013 Viktoria Franke
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Raphael PoireeRaphael Poirée ist nicht länger Trainer der weißrussischen Herrenmannschaft. Im gegenseitigen Einvernehmen haben sich der ehemalige französische Spitzenathlet und das weißrussische Team getrennt. Poirée war im Vorjahr zu den Weißrussen gekommen, um das Männerteam – ähnlich wie es Klaus Siebert bei den Frauen geschafft hat – auf Spitzenniveau für Olympia in Sotschi zu bringen.

Bereits im Winter erklärte Poirée gegenüber Biathlon-Online.de die Schwierigkeiten eines solchen Unterfangens: „Innerhalb einer so kurzen Zeit ein komplett neues Training anzufangen und damit auch Erfolg zu haben, ist unwahrscheinlich. Sie haben ein paar gute Männer im Team, die auch etwas bewegen wollen, aber natürlich unterscheidet sich die Mentalität gänzlich von unserer in Norwegen oder Frankreich. Eine Entwicklung braucht da einfach Zeit.“

Nationaltrainer Yuri Albers erklärte, dass daher die Zusammenarbeit auch in gemeinsamer Entscheidung beendet wurde: „Man kann nicht innerhalb kurzer Zeit die Technik komplett ändern. Ich weiß, dass man sie sicher verbessern kann, aber man kann sicher keinen Baum abreißen und gleich wieder neupflanzen.“

Poirée will sich nun vorerst wieder auf das Hotel und Kongresszentrum konzentrieren, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau Liv Grete in Hålandsdalen aufgebaut hat und betreibt. Als Trainer in Weißrussland wird ihn der ehemalige weißrussische Star Oleg Rizhenkov ersetzen.