Lange Pause: Gössner bei Fahrradunfall verletzt

16.05.2013 sid
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Gössner bei Fahrradunfall schwer verletzt

Bereits nach wenigen Traininseinheiten muss Biathletin Miriam Gössner ihre Vorbereitungen auf den kommenden Olympiawinter unterbrechen: Die 23-jährige Garmisch-Partenkirchnerin hat sich bei einem Radunfall drei Lendenwirbelkörper angebrochen und wird voraussichtlich erst in sechs Wochen wieder ins reguläre Training einsteigen können.

Gössner war bei einer Radausfahrt in Norwegen mit dem Mountainbike gestürzt und zunächst vor Ort medizinisch versorgt worden.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland fand eine ausführliche Untersuchung bei Dr. Christian Schneider im Rückeninstitut München statt. Dr. Bernd Wolfarth, leitender Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes, koordiniert nun die weitere Behandlung: „Miriam hat sich eine Deckplattenfraktur in drei Wirbelkörpern zugezogen. Die Verletzung muss nicht operiert werden und wird in den kommenden Wochen im Rahmen intensiver Reha-Maßnahmen behandelt. Bis Miriam wieder mit spezifischem Training beginnen kann, werden allerdings sicherlich sechs bis acht Wochen vergehen. Zunächst einmal ist es wichtig, dass die Frakturen in Ruhe ausheilen können und Miriam wieder ohne Schmerzen ist.“

Trotz des Fehlstarts in die Saisonvorbereitungen gibt sich Miriam Gössner gewohnt optimistisch: „Ich bin mir ganz sicher, dass ich den Trainingsrückstand wieder relativ bald aufholen werde. Eine solche Verletzung ist natürlich immer ärgerlich, aber zumindest ist der Zeitpunkt noch so früh im Jahr, dass genügend Wochen bis zum Winter bleiben, um mich rechtzeitig in Form zu bringen.“

Nach wie vor unklar ist, wie es zu dem Trainingsunfall nahe der norwegischen Stadt Skarnes kam: „Ich kann mich nicht wirklich erinnern“, erklärte Miriam Gössner, „aber ich glaube, es war kein besonders spektakulärer Sturz. Glücklicherweise konnte meine Schwester, mit der ich an diesem Tag unterwegs war, schnell Hilfe holen. Ich hatte ziemlich große Schmerzen. Aber das ist nach einer solchen Verletzung wohl normal.“