Bundestrainer Gerald Hönig

Autor: Gastbeitrag veröffentlicht am: 17.02.2018

Deutscher Medaillenregen endet im Massenstart, Gerald Hönig unzufrieden

Der Bundestrainer hadert mit dem Ergebnis und bei Laura Dahlmeier passte heute das eine nicht zum anderen. Trotzdem waren die Spiele für die Biathletinnen bisher mehr als erfolgreich.

Man könnte meinen es wurde ein Medaillenregen bei den Olympischen Spielen fest eingeplant. Heute, nachdem erstmals in einem Damenrennen keine Medaille an das deutsche Team ging, hadert der Cheftrainer mit dem Ergebnis.

„Mit den Platzierungen können wir nicht zufrieden sein, da haben wir uns mehr vorgenommen.“, so der Bundestrainer Gerald Hönig

(Quelle: bild.de/ 17.02.2018)

Doch eigentlich ist das gesamte deutsche Team im Biathlon internen Medaillenspiegel unangefochten mit drei Goldmedaillen in Führung. Denkt man zurück, in Sotchi gelangen dem deutschen Team, Damen und Herren übergreifend "nur" zwei Olympiamedaillen.

Medaillenspiegel Biathlon Pyeongchang 2018

Es muss einfach alles zusammenpassen

Darya Domracheva und Tiril Eckhoff, die beiden Medaillengewinnerinnen des Massenstartes wissen was es heißt, sich weit abgeschlagen zu platzieren. Noch im Einzel gelingt den beiden nicht einmal der Sprung in die Top 20. Heute holten sie sich Rang 2 und 3.

Laura Dahlmeier Massenstart OlympiaBei Laura Dahlmeier passte das Setup nicht ganz

Das Setup: Bei den Alpin Skifahrern ist es der Kantenschlief, der Schlief im Belag, die richtigen Skischuhe, was die Härte anbelangt und ein schnelles Wachs. So könnte man es in etwa zusammenfassen. In den letzten Jahren rückten diese Dinge immer mehr in den Vordergrund.

Auch im Biathlon gibt es ein Setup und das sollte stimmen. Anders als im Ski Alpin haben die Langlaufski keine Kanten. Es kommt darauf an das richtige Paar Skier mit passendem Schlief auszuwählen und dann noch den richtigen Griff in die "Chemiekiste" zu machen, um die Rennskier schnell zu machen.

Ist ein Ski schnell, ist vieles geschafft. Auch die Treffsicherheit, die kommt mit dem richtigen Setup am Schießstand. Anschießen, Wind beobachten und dann im Rennen richtig reagieren. Wenn beides nicht zu einhundert Prozent passt, dann reicht es nicht zu einer Medaille. Das ist heute der dreifachen Medaillengewinnern von PyeongChang, Laura Dahlmeier, passiert.

"Ich habe mir schon vorgenommen, vorne mitzukämpfen. Aber ich habe mich läuferisch nicht ganz so gut gefühlt."
"Wenn man ehrlich ist, waren wir auch materialmäßig heute nicht ganz vorne dabei."
- Laura Dahlmeier
(Quelle: dpa, focus.de/ 17.02.2018)

Bleibt zu hoffen, dass morgen Mittag die Herren ein glücklicheres Händchen bei der Auswahl ihres Setups haben.