Tobias Reiter

Autor: Lena Putz veröffentlicht am: 13.03.2018

Biathlon: Tobias Reiter hört auf, das Trainerkarussell dreht sich

Gesucht. Ein Trainer für das deutsche Biathlon Damenteam. Co-Trainer Tobias Reiter macht in seiner Position nicht weiter. Gerald Hönig ist nicht unumstritten. Einer überzeugt jedoch auch die Sportler. Der Bundestrainer der Herren, Mark Kirchner. Viele Namen werden als mögliche Damentrainer ins Spiel gebracht.

Der eine ist scheinbar unumstritten, der andere wird hart kritisiert.

Mark Kirchner, der Bundestrainer der Herren, genießt die volle Anerkennung seiner Athleten. Erik Lesser ist sich was Mark Krichner anbelangt sogar ganz sicher:

„Der Mark ist für mich der beste Trainer der Welt“.

(Quelle: faz.net, 20.02.2018)

An der Seite von Mark Kirchner rückt vor allem Andreas Stitzl ins Rampenlicht. Deutlich temperamentvoller als der eher stille Kirchner tritt sein CO-Trainer Andi Stitzl auf. „Die Seele aus dem Leib hat er sich geschrien“, so beschreibt Laura Dahlmeier die Anfeuerungen von Andi Stitzl, nachdem sie den Massenstart in Ruhpolding gewonnen hat. (Quelle: faz.net, 13.01.2018)

Kirchner und Stitzl, das perfekte Gespann?

Die Medaillenzahl spricht definitiv dafür. Benedikt Doll wird 2017 Sprintweltmeister, Simon Schempp holt bei der WM ebenfalls GOLD im Massenstart. Arnd Peiffer sichert sich 2018 seinen größten Sieg unter Bundestrainer Mark Kirchner. Er wird Olympiasieger im Sprint. Auch Schempp und Doll können sich Einzelmedaillen bei Olympia sichern. Last but not least, gewinnt die Herrenstaffel nach SILBER in Sotchi in Pyoengchang BRONZE.

Dennoch scheint kein Trainerposten nach einem Olympiajahr sicher, zumal viele Verträge im Rhythmus der Olympiazyklen auslaufen.

Der Stuhl von Gerald Hönig wackelt, Co-Trainer Tobias Reiter geht.

„Man muss die richtigen Schlüsse daraus ziehen und das genau analysieren“, so Laura Dahlmeier nach dem Staffeldebakel in Pyoengchang.

Tobias Reiter ist der Reisestress zu viel, er macht definitiv nicht weiter als Co-Trainer der Damen im Biathlon. Gerald Hönig konnte in den letzten Jahren mit dem Damenteam große Erfolge feiern, zudem hat er viele Athletinnen an die Weltspitze herangeführt. Was er allerdings nach der Saison macht, ob er aufhört oder weitermacht, das wird sich zeigen.

Mögliche Anwärter auf den Posten des Bundestrainers werden bereits gehandelt

Aus den eigenen Reihen wären Michael Greis oder Sven Fischer denkbar. Michael Greis, der seine Tätigkeit in der Schweiz beendet hat, bringt viel Erfahrung aus seiner Zeit als Athlet mit. Sven Fischer ist so etwas wie die graue Eminenz im Hintergrund. Erfolge, Fachkompetenz und vor allem Einfühlungsvermögen, wie man in den verschiedenen Situationen mit den Sportlern und Sportlerinnen umgeht, sind sicherlich ein Pfund.

Auch der ehemalige Trainer von Magdalena Neuner oder Laura Dahlmeier, Bernhard Kröll, könnte für einen Trainerposten in Frage kommen. An Nachweisen, wie man Topathleten formt fehlt es ihm nicht.

Aber auch Wolgang Pichler könnte einer derer sein, die ein deutsches Team nach vorne bringen. Was er aus einem schwedischen Team gemacht hat, davon konnte man sich bei den Spielen überzeugen. Nachdem er vor den olympischen Spielen mit dem schwedischen Verband doch das ein oder andere Problem zu lösen hatte, könnte auch er ein Kandidat sein.

Vielleicht kehrt aber auch Ricco Groß zurück. Er kennt die deutschen Biathletinnen. Nach den Jahren in Rußland, ist auch er ein Name, der mit in der Lostrommel sein könnte.

Und was ist eigentlich mit einer Frau?

Gerade Deutschland hätte da eine gute Auswahl. Kati Wilhelm, Andrea Henkel oder Uschi Disl., um nur einige zu nennen. Vielleicht entschließt sich der DSV ja hier einmal "neue Wege" zu gehen. Interessant wäre das sicherlich. Zudem könnte man durchaus ein perspektivies Signal setzten. Und auch den vielen Biathlonfans könnte das gefallen.

Gesucht wird nach einem Jupp Heynckes des Biathlon. Bleibt also spannend, in welche Richtung sich das Trainerkarussell drehen wird.