Johannes Thingnes Boe Sieger in Antholz, Sprint 2019

Autor: Lena Putz veröffentlicht am: 10.12.2018

Johannes Th. Boe und Kaisa Mäkäräinen dominieren Pokljuka

Johannes Th. Boe und Kaisa Mäkäräinen haben den Wettkämpfen in Pokljuka ihren Stempel aufgedrückt. Nicht ganz so erfolgreich verlief das Wochenende für das deutsche Team, in dem nur Franziska Preuss und Anna Weidel überzeugen konnten.

Extraklasse oder Sonderklasse, egal wie man es nennt, es war Biathlon auf höchsten Niveau. Johannes Thingnes Boe bei den Herren und Kaisa Mäkäräinen bei den Damen haben bereits am ersten Welcupstandort angedeutet, dass der Weg über einen möglichen Gesamtsieg wohl nur über sie laufen wird.

Johannes Th. Boe wie von einem anderen Stern

Auch wenn es im Verfolger nur ganz knapp zum Sieg gereicht hat, muss man feststellen, dass Johannes Th. Boe der wohl derzeit beste Biathlet unter den vielen Weltklasseathleten ist. Er ist in der Lage, wie im Verfolger gezeigt, selbst drei Schießfehler auf der Strecke zu kompensieren. Es wird sicherlich in den nächsten Wochen für die anderen Athleten nicht einfach, dem Norweger gefährlich zu werden.

Deutsches Herrenteam noch nicht vorne dabei

Nach dem 2. Platz von Johannes Kühn im Einzelbewerb, konnte nur Benedikt Doll im Sprint mit Platz 5 überzeugen. Die Ergebnisse der übrigen deutschen Athleten waren wohl auch der schlechten Schießleistung geschuldet. Es ist wie es ist. Die nächste Chance die „mageren“ Ergebnisse der Herren zu verbessern, bietet sich bereits in wenigen Tagen beim Sprint am 14.12.2018 in Hochfilzen.

Martin Fourcade noch nicht stabil genug

Der Biathlon Großmeister der letzten Jahre scheint ein wenig zu schwächeln. Nach einem überzeugenden Auftritt im Einzelbewerb, den er auch für sich entscheiden konnte, war die Luft raus bei dem Franzosen. Eine ungewohnt schwache Laufleistung, immer gemessen an den eigenen Ansprüchen eines Martin Fourcade, ließ im Sprint keine bessere Platzierung als Rang 18 zu. Im anschließenden Verfolger stieg der Franzose nach dem vierten Schießen gar aus. Man kann nur spekulieren was bei ihm los ist. Fakt ist, dass er sich noch nicht in der Form befindet, in der man ihn aus den letzten Jahren kennt.

Vielleicht hat das aber auch alles damit zu tun, dass er seinen Fokus auf die sehr spät stattfindende WM in Östersund legt.

Kaisa Mäkäräinen – sie läuft und läuft und läuft

Freude pur! Man sieht es Kaisa Mäkäräinen schon von weitem an. Sie ist zufrieden, in sich selbst ruhend und dem Anschein nach glücklich. Zurecht. Im Sprint und im Verfolger leistete sie sich nicht einen Fehlschluss und legte so den Grundstein für die beiden Siege. Im Sprint hat sie ihre Konkurrenz auch auf der Strecke deklassiert. Mit absoluter Laufbestezeit war ihr der Sieg nicht zu nehmen.

Ein Lichtblick – Franzsika Preuss und Anna Weidel

Man ist geneigt von dem „alten Biathlonhasen“ Franziska Preuss solche Ergebnisse in Reihe zu erwarten. Doch dazu ist in den letzten Jahren bei ihr zu viel passiert. Stück für Stück arbeitet sich Franziska Preuss wieder in die Bereiche, die Platzierungen auch einmal ganz vorne möglich machen.

Die Wahl der Trainer, Anna Weidel aus dem IBU Team nachzuziehen, war goldrichtig. Nach Platz 66 im Einzelbewerb, folgten zwei Rennen, in denen Anna Weidel voll überzeugte. Für viele eine große Überraschung ihr 10. Platz im Sprint und der 11. Platz im Verfolger. Wer den Weg von Anna Weidel jedoch die letzten Jahre beobachtet hat, der konnte feststellen, dass hier eine deutsche Athletin behutsam aufgebaut und herangeführt wird. Hier ist in den letzten Jahren Christian Mehringer nicht ganz unbeteiligt gewesen.

Hochfilzen der nächste Weltcupstandort

Wer will da nicht hin, ins schöne Pillerseetal. Egal wie, die Verantwortlichen in Hochfilzen um Franz Berger, schaffen es auch bei widrigsten Bedingungen tolle und faire Strecken für die Athleten zu zaubern. Bereits am 13.12.2018 beginnen die Wettbewerbe in Österreich mit dem Sprint der Damen.

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