Johannes Thingnes Boe

Autor: Lena Putz veröffentlicht am: 01.03.2019

Johannes Thingnes Boe verliert Weltcuppunkte und Preisgeld

Nachdem Johannes Thingnes Boe in Soldier Hollow nur 4 von 5 Schuss beim letzten Schießen abgefeuert hat, wird der Norweger nun bestraft. Weltcuppunkte und Preisgeld verliert er.

In der Verfolgung von Soldier Hollow holte der Weltcupführende Johannes Thingnes Boe Rang 4. Dabei passierte ihm allerdings ein Fehler. Beim letzten der vier Schießeinlagen gab der Norweger nur 4 der 5 Schüsse ab. Dieses Missgeschick hatte man bereits nach dem Zieleinlauf entdeckt. Bei der üblichen Waffenkontrolle wurde der verbliebene Schuss im Magazin gefunden.

Was passierte danach?

Laut der IBU wurde der Vorfall zwar entdeckt, aber nicht rechtzeitig vor der Veröffentlichung des offiziellen Ergebnisses an die Wettbewerbsjury herangetragen. Nach diesem Fauxpas plant die IBU das sporttechnische Verfahren zu überprüfen, um zukünftig derartige Vorfälle zu verhindern.

Die Folgen

Johannes Thingnes Boe gibt sein Missgeschick zu und verständigt sich mit der IBU auf die Rückgabe der 43 Weltcuppunkte und das ausgegebene Preisgeld über Euro 7.000. Gemäß der offiziellen Preisgeldtabelle wird das Geld an die hinter ihm platzierten Athleten ausgegeben.

Disqualifiziert wurde Johannes Thingnes Boe nicht. Der Weltcupgesamtstand und die Verfolgungswertung wurden nachträglich angepasst.

Hier gibt es die neuen Ergebnisse: 

Korrigierte Weltcup Gesamtwertung Herren

Korrigierte Weltcup Verfolgungswertung Herren

Der Norweger gibt an: Für ihn sei nun der Fall abgeschlossen. Er selbst hat den Fehler an die Offiziellen herangetragen und zugegeben, dass er gegen die Regeln verstoßen hat.

“The case is closed for me. I had already approached the officials on site immediately and admitted the rule breach was my own fault. I want to point out that I would not have received any punishment if I had not come forward myself.” – Johannes Thingnes Boe.

Quelle: IBU Pressemitteilung vom 28.02.2019 / Stand: 08:03 Uhr – PR28022019