Ole-Einars siebter Streich

08.02.2014 Ilka Schweikl
biathlon-online.de – Das Biathlon Portal in DeutschlandBiathlon-NewsOle-Einars siebter Streich

podium sprint herrenDer erste Medaillensatz im Biathlon ist vergeben. Und wenn zwei sich streiten – freuen sich eben drei andere! Ole Einar Björndalen hat als ältester Starter beim 10-km-Sprint der Herren gezeigt, dass sein absoluter Wille zum Siegen auch mit 40 Jahren noch ungebrochen ist.

Er ist der erfolgreichste Biathlet aller Zeiten und hat mit dem Sieg im Sprint von Sotchi sein siebtes olympisches Gold erreicht. Wenn man auch in den vergangenen beiden Wintern nicht mehr so wirklich an ihn glauben wollte, seine absolute Dominanz im Biathlon schwand, aber er glaubte an sich und vor allem: er wollte bei seiner sechsten Teilnahme an Olympischen Spielen noch einmal Gold. Und dafür hat er alles in seinem Leben dem Biathlon untergeordnet und was ebenso wichtig ist: beim Rennen hat einfach alles zusammengepasst. Er zeigte sich nach dem Rennen sehr zufrieden über seine Leistung und sein Material. Trotz einer Strafrunde holt er sich in einer Gesamtzeit von 24:33,5 Sek. Gold.

bjoerndalen ole einarSilber erkämpfte sich der Österreicher Dominik Landertinger. Der Tiroler kam nach einer fulminanten Schlussrunde mit nur 1,3 Sek. Rückstand ins Ziel. Er war am Schießstand fehlerfrei geblieben und hatte in der letzten Runde schnellste Laufzeit.

Jaroslav Soukup aus Tschechien holte sich mit einem ebenfalls fehlerfreien Schießen und einem Rückstand von 5,7 Sek. die Bronzemedaille.

Martin Fourcade und Emil Hegle Svendsen hatten beide auch nur einen Fehlschuss und trotzdem reichte es nicht aufs Podest. Die Rückstände bis Platz 10 sind minimal, liegen bei nur 33,0 Sek., was bereits auf ein spannendes Verfolgungsrennen am Montag hinweist. Und für diesen Verfolgungswettkampf haben sich die vier deutschen Starter qualifiziert. Mit der Medaillenvergabe hatten sie allerdings nichts zu tun, auch nicht Simon Schempp, der fehlerfrei am Schießstand blieb und im Ziel mit 42.9 Sek. Rückstand als bester Deutscher auf Rang 15 landete.

Auf Rang 21 kam Erik Lesser; auch er hatte nur einen Fehlschuss und 53.2 Sek. Rückstand. Arnd Peiffer war enttäuscht und ärgerlich über seine Leistung. Mit insgesamt drei Fehlern und einem Rückstand von 1:27,7 Sek. kam er auf Rang 34. Christoph Stephan, der schon von Beginn an unerklärbare Laufzeiten zwischen Platz 50 und 60 hatte, konnte sein Leistungsvermögen heute definitiv nicht abrufen und kam mit zwei Schießfehlern und einem Rückstand von 2:21,9 Sek. auf Rang 58.